
Raum
Der Burghügel
Ein Moränenhügel bewahrt Siedlungsspuren aus der Zeit vor dem mittelalterlichen Burgwall.
Inhaltssprache
Der Burgwall von Owidz liegt auf einem Moränenhügel am westlichen Ufer der Wierzyca. Die Anhöhe gehört zu einem eiszeitlich geformten Geländesporn, der in das Flusstal hineinragt. Diese Lage erleichterte die Beobachtung der Umgebung und die Verteidigung. Die ältesten nachgewiesenen Siedlungsspuren stammen aus dem zehnten Jahrhundert vor Christus. Keramikfunde und Radiokarbondatierungen weisen auf eine bronzezeitliche Siedlung der Lausitzer Kultur hin.
Die mittelalterliche Burg entstand wahrscheinlich zu Beginn des elften Jahrhunderts und bestand mindestens bis zur Mitte des zwölften Jahrhunderts. Zu ihrer Datierung tragen unter anderem Münzen und Keramik bei. Erste Vermessungen fanden 1888 statt. Systematische Ausgrabungen folgten 1973-1975, Rettungsgrabungen im Jahr 2010 gingen dem Bau der heutigen Rekonstruktion voraus. Die 2012 eröffneten Holzbauten vermitteln eine Vorstellung von der früheren Burg. Der Hügel selbst ist dagegen ein authentischer archäologischer Fundplatz.
Für Kinder
Der Hügel an der Wierzyca war schon lange vor dem Mittelalter bewohnt. Archäologen fanden hier Spuren einer Siedlung aus der Bronzezeit. Tonscherben und besondere Untersuchungen an Fundstücken helfen dabei, das Alter früherer Siedlungen zu bestimmen.
Die mittelalterliche Burg entstand wahrscheinlich zu Beginn des elften Jahrhunderts. Von der Anhöhe aus konnten die Bewohner die Umgebung beobachten. Die heutigen Holzbauten sind eine Rekonstruktion, die 2012 eröffnet wurde. Der Hügel ist der echte Ort früherer Siedlungen. Die Gebäude helfen uns zu verstehen, wie die Menschen dort gelebt haben könnten.
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