
Raum
Keramik von Leon Necel
Überlieferte Ornamente und große Gefäßformen der achten Generation.
Inhaltssprache
Leon Necel, der Sohn von Franciszek, vertrat die achte Töpfergeneration. Er wuchs in der Werkstatt seines Vaters auf und begann mit siebzehn Jahren eine gründliche Ausbildung. Bei seiner Gesellenprüfung 1926 in Kościerzyna fertigte er eine Schüssel und zwei Krüge. Nach dem Tod des Vaters übernahm er 1935 die Werkstatt und erwarb im selben Jahr den Meistertitel. Den praktischen Teil der Prüfung legte er in Meissners Werkstatt in Kartuzy ab: Er drehte, bemalte und brannte zwei Vasen. Die theoretische Prüfung fand in Grudziądz statt.
Bei der Verzierung blieb er den sieben Familienmustern treu. Mit den Gefäßformen experimentierte er dagegen und erfüllte besondere Kundenwünsche. Dazu gehörten über einen Meter hohe Vasen sowie Urnen, die an alte Funde aus Pommern erinnerten. Der Krieg unterbrach die Arbeit. 1946 nahm Leon die Produktion wieder auf, nachdem er Geld für die Ausstattung der zerstörten Werkstatt beschafft hatte. 1950 brachte er sie in eine Genossenschaft ein und arbeitete dort als Meister. Seine Keramik ist neben den Werken von Franciszek und Ryszard Teil der Familienausstellung.
Für Kinder
Leon Necel lernte das Töpfern von seinem Vater Franciszek. Bei der Gesellenprüfung 1926 machte er eine Schüssel und zwei Krüge. Ein Geselle ist ein Handwerker, der die Grundlagen seines Berufs bereits gelernt hat. Später wurde Leon Meister und übernahm die Familienwerkstatt.
Er malte dieselben sieben Muster wie sein Vater, probierte aber verschiedene Gefäßformen aus. Einige seiner Vasen waren über einen Meter hoch. Er fertigte auch Formen, die alten Urnen ähnelten. Nach dem Krieg musste er die zerstörte Werkstatt neu ausstatten. 1946 begann die Produktion wieder. Seine Arbeiten stehen in der Ausstellung neben Keramik von zwei weiteren Generationen der Familie.
Frage 1 von 2

