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Illustration eines gelben Palais mit rotem Dach, zwei Türmen und einem verzierten Eingang. Davor liegen Rasenflächen, Wege und eine niedrige Hecke.
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Sehenswertes

Blaudruck und Druckstöcke

Ein gemustertes Tischtuch und Druckstöcke erinnern an Werkstätten im Sudetenland.

Über das Objekt

Im Sudetenraum gab es Werkstätten, die Leinen von Hand färbten und bedruckten. Druckstöcke und ein mit solchen Werkzeugen verziertes Tischtuch vertreten diese Arbeit in der Ausstellung. Das Tuch wird als Blaudruck bezeichnet. Werkzeug und fertiger Stoff zeigen zwei Stufen desselben Handwerks. Der ausgestellte Druckstock aus dem 19. Jahrhundert hat eine hölzerne Grundlage. Sein Muster besteht aus geschnitzten Elementen und eingeschlagenen Nägelchen. Die Blumenmotive wurden aus unterschiedlichen Teilen zusammengesetzt, deren Material sich nach dem gewünschten Muster auf dem Stoff richtete.

Das niederschlesische Tischtuch stammt aus dem 19. Jahrhundert. Weiße Muster heben sich vom dunkelblauen Grund ab. Zu sehen sind ein Stern, Blätter, Weintrauben und Blumen. Pflanzenmotive umgeben die Mitte, während eine spitzenähnliche Verzierung den Rand abschließt. Der Textildruck ergänzte die ausgeprägte örtliche Weberei. Stoffe entstanden für den eigenen Haushalt sowie in Heimarbeit für den Verkauf. Besonders in den Sudeten und ihrem Vorland ernährte diese Arbeit ganze Dörfer. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts trug die wachsende Textilindustrie zum Niedergang des älteren Handwerks bei.

Für Kinder

Blaudruck heißt der hier gezeigte bedruckte Stoff. Das Tischtuch ist dunkelblau mit weißen Mustern. Es entstand im 19. Jahrhundert in Niederschlesien. Darauf erscheinen Blumen, Weintrauben, Blätter und ein Stern.

Daneben liegen Werkzeuge zum Drucken. Muster wurden in Holzstöcke geschnitzt, manche Einzelheiten aus kleinen Nägeln gebildet. In den Werkstätten des Sudetenraums wurde Leinen von Hand gefärbt und bedruckt. Viele Familien lebten auch vom Weben für den Verkauf. Mit dem Wachstum der Textilfabriken verloren die älteren Werkstätten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts an Bedeutung.

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