
Sehenswertes
Doppeltopf aus der Gegend von Opoczno
Zwei verbundene Tontöpfe dienten zum Transport von Mahlzeiten aufs Feld.
Inhaltssprache
Diesen Doppeltopf brachten nach dem Zweiten Weltkrieg Ansiedler aus der Gegend von Opoczno nach Niederschlesien. Er gehörte zu den Haushaltsgegenständen, die mit ihren Besitzern an einen neuen Wohnort gelangten. In der Ausstellung steht er für den Alltag, die Arbeit und die Zubereitung von Mahlzeiten. Ein Töpfer fertigte zwei gleiche kleine Töpfe von Hand. Etwa auf halber Höhe verband er sie durch Tonstreifen. Ein gemeinsamer, quer zu den Gefäßen angebrachter Henkel ermöglichte es, beide Behälter mit einer Hand zu tragen.
Solche Doppeltöpfe wurden bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts verwendet. Darin brachte man Essen zu Menschen, die bei der Ernte oder beim Kartoffelroden arbeiteten. Die Töpfe enthielten etwa Sauermilch, gekochte Kartoffeln oder Grütze. Eine Umhüllung aus Leinen hielt warme Speisen länger warm. Häufig deckte man die Gefäße mit einem länglichen Brett ab, das Aussparungen für den Henkel und den Löffelstiel hatte. Diese Deckel fertigten meist die Benutzer selbst. Manche erhielten verzierte Ränder, geschnitzte Muster, Initialen oder eine Jahreszahl. So wurde ein einfaches Tongefäß durch ein individuell hergestelltes Holzteil ergänzt.
Für Kinder
Ein Doppeltopf besteht aus zwei verbundenen Töpfen. Der Töpfer formte sie aus Ton und fügte einen gemeinsamen Henkel hinzu. Damit brachte man Mahlzeiten zu Menschen, die auf dem Feld arbeiteten, etwa Kartoffeln, Grütze oder Sauermilch.
Damit heißes Essen langsamer abkühlte, wickelte man die Töpfe in Leinen. Oft lag ein Holzbrett mit Aussparungen für Henkel und Löffel darauf. Die Besitzer stellten diese Deckel selbst her und verzierten sie manchmal mit Mustern oder Initialen. Dieser Doppeltopf kam nach dem Zweiten Weltkrieg mit Menschen aus der Gegend von Opoczno nach Niederschlesien.
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