
Tier
Großer Ameisenbär
Eine lange Schnauze und eine klebrige Zunge helfen beim Sammeln Tausender kleiner Insekten.
Inhaltssprache
Die lange Schnauze des Ameisenbären verbirgt ein anderes Werkzeug als das Gebiss eines Raubtiers: Ameisenbären haben keine Zähne. Sie sammeln Nahrung mit einer langen Zunge, die von klebrigem Speichel und kleinen, nach hinten gerichteten Fortsätzen bedeckt ist. Die Zunge reicht weit aus dem Maul heraus und gelangt in die engen Gänge der Insekten.
Ameisen und Termiten bilden die Hauptnahrung. Kräftige Krallen an den Vorderfüßen öffnen deren Nester, und ein gut entwickelter Geruchssinn hilft bei der Nahrungssuche. Meist frisst der Ameisenbär nur kurz an einem Nest und zieht dann weiter. Eine Mahlzeit erfordert deshalb viele aufeinanderfolgende Besuche statt eines langen Aufenthalts an einer Stelle.
Beim Gehen klappt er die vorderen Krallen unter die Füße. Das schützt sie vor Abnutzung, denn mit denselben Krallen muss er die harten Wände von Ameisennestern und Termitenbauten aufreißen. Zu seinen natürlichen Lebensräumen gehören Wälder und Grassavannen in Mittel- und Südamerika.
Erwachsene Ameisenbären leben überwiegend allein. Das Weibchen bekommt meist ein Junges, das auf seinem Rücken mitreist. Der dunkle Streifen des Jungtiers geht optisch in den der Mutter über und macht den Passagier schwerer erkennbar. Beim Ruhen kann der dicht behaarte Schwanz den Körper wie eine ausgebreitete Decke bedecken.
Für Kinder
Ein Ameisenbär braucht für seine Insektenmahlzeit keine Zähne. Mit seiner langen, klebrigen Zunge sammelt er Ameisen und Termiten aus engen Gängen. Zuerst reißt er ihr Nest mit kräftigen Krallen auf. Nach einer kurzen Mahlzeit sucht er meist einen anderen Ort mit Nahrung.
Dabei hilft ihm sein guter Geruchssinn. Beim Gehen klappt er die vorderen Krallen ein, damit sie sich nicht am Boden abnutzen. Sie müssen zum Öffnen harter Nester brauchbar bleiben. Ameisenbären leben in Wäldern und Graslandschaften Mittel- und Südamerikas.
Die Mutter trägt ihr Junges auf dem Rücken. Die dunklen Streifen ihres Fells passen so zusammen, dass der kleine Mitreisende schwerer auffällt. Ein erwachsenes Tier wandert meistens allein. Wenn es ruht, kann es seinen Körper mit dem großen, zottigen Schwanz bedecken. Der Schwanz hat also eine andere Aufgabe als Zunge und Krallen.
Frage 1 von 2
Womit sammelt der Ameisenbär Insekten aus den Nestgängen?
- Standort
- Anlage Nr. 24 auf dem Plan des Zoo Opole.

