
Sehenswertes
Geschnitzte Lebkuchenmodel
Hölzerne Formen gaben Lebkuchen dekorative Umrisse und Darstellungen.
Inhaltssprache
Die Ausstellung zeigt etwa ein Dutzend geschnitzte Lebkuchenmodel aus einem Museumsbestand von mehreren Hundert Objekten. Mit ihnen wurden Darstellungen in den Teig gedrückt. Ihre Verzierung verbindet Fähigkeiten aus der Backstube mit denen der Holzschnitzerei. Nicht jede Form musste der Lebküchner selbst anfertigen. Zu den möglichen Herstellern gehörten Handwerker aus seiner Werkstatt, spezialisierte Holzschnitzer, Holzschneider und sogar Bildhauer. Bei der Herstellung solcher Model traf das Wissen über das Backen auf unterschiedliche Fachkenntnisse der Holzbearbeitung.
Das schlesische Lebkuchenhandwerk entwickelte sich besonders zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert. Honig und Gewürze waren teuer, weshalb Lebkuchen lange zu den Luxuswaren gehörten. Die meisten Werkstätten lagen in Städten; auf dem Land gab es vergleichsweise wenige. Der Preis der Zutaten beeinflusste also, wer sich das Gebäck leisten konnte. Die Verbreitung günstigerer Süßungsmittel begünstigte Veränderungen in der Produktion. Im späten 18. und im 19. Jahrhundert gewannen kleinere Orte und Fabrikbetriebe an Bedeutung. Die Herstellung wurde vereinfacht, während aufwendig geschnitzte Model zunehmend in Sammlungen gelangten. Das Museum bewahrt damit Gegenstände, die zuvor bei der Lebensmittelherstellung verwendet worden waren.
Für Kinder
In einen hölzernen Lebkuchenmodel wurde ein Muster geschnitzt, das man in den Teig drückte. Die Ausstellung zeigt etwa ein Dutzend Formen aus einer viel größeren Sammlung. Lebküchner, ihre Handwerker oder spezialisierte Holzschnitzer konnten sie herstellen.
Lebkuchen waren lange eine teure Nascherei. Man brauchte Honig und Gewürze, die viel kosteten. Die Werkstätten lagen vor allem in Städten. Später wurde die Herstellung günstiger und einfacher, und auch Fabriken produzierten Lebkuchen. Alte verzierte Formen wurden allmählich nicht mehr benutzt und gelangten in Museumssammlungen.
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