
Sehenswertes
Verzierte niederschlesische Ambosse
Datierungen und gestempelte Muster schmücken die Arbeitsgeräte der Schmiede.
Inhaltssprache
In der Ausstellung stehen verzierte und datierte niederschlesische Ambosse neben dekorativen Schmiedearbeiten. Die Museumssammlung umfasst 26 solche Ambosse; diese Zahl bezeichnet den Bestand und nicht die ausgestellte Stückzahl. Die Arbeitsgeräte zeigen, wie viel Aufmerksamkeit auch ihrem Aussehen galt. Ihre Verzierungen wurden mit Stempeln eingeschlagen. Viele Exemplare tragen Jahreszahlen. In der Sammlung überwiegen hornlose Ambosse, denen der typische lange Vorsprung fehlt. Dabei geht es um die Form des Werkzeugs selbst und nicht um eine zusätzliche Verzierung.
Der Amboss stand im Mittelpunkt einer traditionellen Schmiede. Neben der Feuerstelle befand sich ein lederner Blasebalg, der dem Feuer Luft zuführte. Andere Werkzeuge hingen an den Wänden oder lagen auf Tischen und in Schränken. Die Einrichtung verband damit das Erhitzen des Metalls mit dessen anschließender Bearbeitung. Schmiede fertigten landwirtschaftliche Geräte, Beschläge für Holzwerkzeuge und Wagen, Scharniere und Schlösser. Hinzu kamen eiserne Kreuze, Gitter und Zaunelemente. Die Ausstellung hebt reich verzierte Wagenbeschläge hervor. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann das traditionelle Schmiedehandwerk an Bedeutung zu verlieren.
Für Kinder
Ein Amboss ist ein schweres Werkzeug für die Metallbearbeitung. Das Museum besitzt 26 verzierte niederschlesische Ambosse und zeigt daraus ausgewählte Stücke. Die Muster wurden mit Stempeln eingeschlagen, viele Geräte tragen Jahreszahlen.
Die meisten Ambosse dieser Sammlung haben keinen langen hornförmigen Vorsprung. In einer alten Schmiede stand der Amboss in der Mitte. Ein Blasebalg versorgte das Feuer mit Luft. Schmiede stellten Werkzeuge, Scharniere, Schlösser, Gitter und Wagenbeschläge her. Gerade die Beschläge konnten reich verziert sein. Ihre Arbeit wurde auf dem Hof ebenso gebraucht wie bei der Ausstattung des Hauses.
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