
Sehenswertes
Beutelwolf
Ein erhaltenes Weibchen einer ausgestorbenen Raubbeutlerart.
Inhaltssprache
Der Beutelwolf des Museums ist ein Weibchen, das als Tierpräparat in seiner früheren Gestalt erhalten wurde. Thylacinus cynocephalus gehörte zu den Beuteltieren. Er war der größte fleischfressende Vertreter dieser Gruppe, der noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebte. Seine Ähnlichkeit mit einem Wolf bedeutet keine nahe Verwandtschaft. Vergleichbare Körpermerkmale entstanden unabhängig in verschiedenen Entwicklungslinien. Dieses Phänomen heißt Konvergenz. Zu den näheren Verwandten des Beutelwolfs gehören der Tasmanische Teufel und die Beutelmarder.
Der Beutelwolf war ungefähr so groß wie ein mittelgroßer Hund und hatte gelbbraunes Fell. Dunkle Querstreifen verliefen von der Rückenmitte über den hinteren Körperbereich. Männchen waren größer und kräftiger gebaut als Weibchen. Fell und Körperform des Präparats unterscheiden das Tier von vertrauten Säugetieren europäischer Wälder. Einst lebte die Art in Australien, Neuguinea und Tasmanien. Zur Zeit der europäischen Besiedlung hatte sie nur noch auf Tasmanien überlebt. Jagd und Abschussprämien trugen zu ihrem Verschwinden bei, ebenso Lebensraumverlust und weitere Gefährdungen. Erhaltene Präparate dokumentieren heute das Aussehen des ausgestorbenen Tieres.
Für Kinder
Der Beutelwolf sieht ein wenig wie ein Hund mit Streifen auf dem Rücken aus. Das Museumsexemplar ist ein Weibchen. Ein Präparator hat sein Aussehen bewahrt. Die Art ist ausgestorben. Sie gehörte zu den Beuteltieren und damit zur gleichen großen Säugetiergruppe wie der Tasmanische Teufel.
Die Ähnlichkeit mit dem Wolf entstand unabhängig. Forschende nennen dies Konvergenz. Beutelwölfe hatten gelbbraunes Fell und dunkle Streifen am hinteren Körper. Früher lebten sie in Australien, Neuguinea und Tasmanien, später nur noch auf Tasmanien. Menschen jagten sie, und ihre Lebensräume wurden kleiner. Erhaltene Museumspräparate zeigen, wie diese Tiere zu Lebzeiten aussahen.
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